Schlägerholz
Schichten
Tischtennishölzer werden mit mehreren Schichten miteinander verklebt. Das Schlägerholz muss zu mindestens 85% aus echtem Holz bestehen, bei den restlichen 25% können auch Kunststoffschichten verwendet werden. Durch harte Holzarten bekommt der Schläger mehr Geschwindigkeit, zum Beispiel Buche, Mahagoni und Nussbaum. Diese werden von Angriffsspielern bevorzugt, während Abwehrspieler lieber auf die weicheren Hölzer, zum Beispiel Birke, Pappel oder Weide zurückgreifen.

Bei den heutigen Tischtennishölzern werden meistens Kombinationen aus verschiedenen Holzarten verwendet, so nimmt man zum Beispiel gerne Furnierkerne aus weichem und leichten Abachi oder Balsa, und Sperrfurniere aus hartem Nussbaum oder Wenge. Als Außenfurnier dienen dann wieder weichere Holzarten wie Limba oder Koto. Damit kann man Schläger herstellen, die ein hohes Ballgefühl und schnelles Spieltempo vereinen.
Um dem Schläger langfristig gleichmäßige Spieleigenschaften zu halten, werden außerdem Finelinefurniere verwendet, die aus sehr dünnen Schichten (0,5 mm - 1 mm) bestehen und mehrmals in einem Block mit Abachi- oder Kotoholz verleimt werden. Durch diese vielen feinen Streifen bekommt der Schläger Stabilität und das Holz verzieht sich nicht so leicht. Natürlich spielt auch eine qualitativ hochwertige Verleimung eine große Rolle bei der späteren Qualität des Schlägers.
Schwingungsverhalten
Durch die verschiedenen Furniere wird auch das Schwingungsverhalten des Tischtennisschlägers beeinflusst. Zusammen mit der Blattgröße und des Blattstegs ergibt sich entweder ein hochfrequent schwingendes Holz, das den Ball stärker beschleunigt oder ein niederfrequent schwingendes Holz, das langsamer ist. Dabei gilt: Je größer das Schlägerblatt, desto höher die Frequenz und desto größer das Tempo.
Vergrößerung der optimalen Trefferzone
Eine wichtige Eigenschaft, die man bei der Entwicklung eines neuen Schlägerholzes beachten muss, ist die Vergrößerung der optimalen Trefferzone, auch Sweet-Spot oder Sweet-Point genannt. dieses der Bereich, in dem der Ball am besten kontrolliert und beschleunigt werden kann. Der Mittelpunkt des optimalen Sweet-Spots befindet sich vermutlich zwischen Schlägerschwerpunkt und dem Mittelpunkt des Schlägerblattes ohne den Griff miteinzukalkulerien. Denau kann man diesen nicht berechnen.
Die optimale Trefferzone eines Tischtennisschlägers wird durch Einbetten von Kohlenstofffasern, Glasfaser, Kevlar oder komprimiertes Papier in die Klebefuge vergrößert. Die Verwendung von Metallfolien für diesen Zweck ist eigentlich verboten, aber wurde bislang toleriert.

Griffverbesserungen
Da die Schlägerhölzer durch die verschiedenen Furniertechniken immer ausgereifter wurden, konnte man hier nur noch minimale Verbesserungen erzielen, deswegen versuchte man sich auch an einer Optimierung des Schlägergriffes. Hier will man sich durch Aushöhlen der Griffe und anschließendes Ausschäumen einen Vorteil verschaffen. Dabei werden Carbon-Hohlstäbe zur Versteifung oder Kautschuk-Einlagen zur Schwingungsdämpfung eingesetzt.
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